Heute hat die Europäische Kommission die Nutztierstrategie („Livestock Strategy“) und den Proteinplan veröffentlicht. Dazu erklären Norbert Lins (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Agrarausschusses:
„Mit den heute vorgestellten Strategien setzt die Europäische Kommission wichtige Signale für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft. Europas Ernährungssicherheit, unsere strategische Souveränität und eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft gehören untrennbar zusammen.
Die Nutztierhaltung bleibt ein zentraler Pfeiler der europäischen Landwirtschaft und erwirtschaftet gemeinsam mit dem Futterbau mehr als die Hälfte des landwirtschaftlichen Gesamtertrags in der EU. Gleichzeitig haben die geopolitischen Krisen der vergangenen Jahre deutlich gemacht, wie verwundbar Europa bei Eiweißfuttermitteln und Futterzusatzstoffen noch immer ist. Umso wichtiger ist es, unsere heimischen Landwirte durch die richtigen Anreize dabei zu unterstützen, sowohl die tierische Erzeugung als auch die europäische Eiweißproduktion weiter zu stärken. Das schafft Wertschöpfung in den ländlichen Räumen, erhöht unsere Versorgungssicherheit und macht Europa unabhängiger von Importen.“
Und Stefan Köhler (CSU), agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe:
„Die heutige Vorstellung der Livestock-Strategie und des Proteinplans ist ein wichtiges Signal für Europas Bäuerinnen und Bauern. Jetzt muss die Kommission ihren Worten aber auch Taten folgen. Unsere Betriebe stehen unter erheblichem Druck – durch hohe Anforderungen beim Tierwohl und der Lebensmittelsicherheit, Tierseuchen, langwierige Genehmigungsverfahren und volatile Märkte. Gleichzeitig kann der heimische Anbau von Eiweißpflanzen nur dann wachsen, wenn er sich wirtschaftlich rechnet.
Deshalb braucht es konkrete Anreize, weniger Bürokratie, verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem Planungssicherheit. Nur wenn Tierhaltung und Eiweißproduktion in Europa wirtschaftlich tragfähig bleiben, können wir unsere Versorgung langfristig sichern und die Leistungen unserer landwirtschaftlichen Betriebe angemessen anerkennen.“
Hintergrund:
Bereits 2023 hatte das Europäische Parlament die Kommission zur Vorlage einer Protein-Strategie aufgerufen, um die Abhängigkeit der Europäischen Union von Protein-Importen zu verringern und so die eigene Versorgungssicherheit zu stabilisieren.
Für weitere Informationen:
Norbert Lins MdEP: +33 388 1 75819
Stefan Köhler MdEP: + 33 388 1 75586

Empfehlen Sie uns!