Ferber: Sofortüberweisungen zum Standardfall in der EU machen

07.02.2024

Überweisungen müssen innerhalb von Sekunden ankommen / Quantensprung für Zahlungsverkehr / verbraucherfreundliche Lösungen gefunden 

Zur heutigen Annahme der Verordnung zu Sofort-Überweisungen erklärt Markus Ferber (CSU) wirtschaftspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion:

„Schnell, günstig und sicher - das ist die heilige Dreifaltigkeit im Zahlungsverkehr. Mit der Verordnung über Sofortüberweisungen kommt der europäische Zahlungsverkehr in der Zukunft an. Es ist im 21. Jahrhundert schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, wenn wir die Zahlungsabwicklung in Tagen und Stunden messen müssen - künftig reden wir über Sekunden.

Die neue Verordnung stellt eine Zeitenwende im Zahlungsverkehr dar. Der Quantensprung ist ähnlich groß wie der Sprung von der Postkutsche zur E-Mail. Gut ist, dass dafür eine maximal verbraucherfreundliche Lösung gefunden wurde. Echtzeitüberweisungen werden zu denselben Konditionen angeboten wie reguläre Überweisungen. Banken können Sofortüberweisungen nicht mehr als Premiumdienstleistung anbieten und extra berechnen.

Trotzdem stellen sich mit der heutigen Abstimmung auch grundsätzlichere Fragen. Eines der großen Argumente für den digitalen Euro war die unmittelbare Wertstellung der Transaktionen - das Ziel haben wir mit Sofortüberweisungen bereits erreicht. Jetzt rächt es sich, dass der digitale Euro stets als Minimallösung konzipiert war. Wenn Sofortüberweisungen zum Standardfall werden, stellt sich die Frage nach dem Mehrwert des digitalen Euros umso mehr. Wozu benötigen wir eine komplett neue Zahlungsinfrastruktur, wenn uns Echtzeitüberweisungen bereits einen nahtlosen Weg bieten? Der digitale Euro ist schon veraltet, bevor er verabschiedet wurde. Die EZB muss zurück ans Reißbrett.“

Für weitere Informationen:
Markus Ferber MdEP, Tel. .+33 3881 75230