Christ: Europas Kampf gegen Kinderkrebs voranbringen!

02.09.2026

Austausch des Gesundheitsausschusses (SANT) zum internationalen Kinderkrebsmonat sowie zum Initiativbericht „Europas Plan gegen Krebs“/ Forschung und Entwicklung neuer Therapien müssen vorangetrieben werden/ konsequente Erfolgskontrolle und gezielte Forschungsförderung sind entscheidend 

Zum heutigen Austausch des Gesundheitsausschusses (SANT) zum internationalen Kinderkrebsmonat sowie zum Initiativbericht „Europas Plan gegen Krebs“ erklärt Marie-Sophie Christ (CDU), Mitglied des Gesundheitsausschusses:

„Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erkranken weltweit jedes Jahr rund 400.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 19 Jahren an Krebs. Der Kampf gegen Krebs und insbesondere gegen Krebserkrankungen bei Kindern muss weiterhin ganz oben auf der gesundheitspolitischen Agenda stehen.

Kinder und ihre Familien stoßen entlang des gesamten Behandlungswegs auf Versorgungslücken. Gerade bei seltenen pädiatrischen Krebserkrankungen reichen wirtschaftliche Anreize häufig nicht aus. Um Forschung und die Entwicklung neuer Therapien voranzubringen, setzen wir uns als Parlament dafür ein, die Mittel von Horizont Europa, dem Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation, im kommenden Mehrjährigen Finanzrahmen zu erhöhen.

Zugleich gilt es, Europas Plan gegen den Krebs, teilfinanziert vom EU4Health-Programm, gezielt weiterzuentwickeln. Dazu gehören ein besserer grenzüberschreitender Zugang zu Diagnostik, Behandlung und innovativen Therapien, mehr Unterstützung für Familien krebskranker Kinder und einfachere Verfahren für grenzüberschreitende Behandlungen. Auch die erheblichen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten sowie geschlechtsspezifische Unterschiede bei Risikofaktoren und Früherkennung müssen stärker berücksichtigt werden.

Europäische Mittel müssen sich in einer besseren Versorgung der Patientinnen und Patienten niederschlagen. Klare Ziele und eine konsequente Erfolgskontrolle sind entscheidend, um Fortschritte messbar zu machen und Fördermittel gezielt dort einzusetzen, wo sie die Versorgung konkret verbessern.“

Hintergrund:
Anlässlich des „Goldenen Septembers“, des internationalen Aktionsmonats zur Sensibilisierung für Kinderkrebs, hat sich der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments heute mit den besonderen Herausforderungen bei Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter befasst. In einem von Parlamentspräsidentin Roberta Metsola eröffneten Austausch berichteten ein Überlebender einer Krebserkrankung im Kindesalter sowie Experten über Erfahrungen aus der Praxis, Versorgungslücken und Hürden bei der Entwicklung neuer Therapien.

Europas Plan gegen den Krebs wurde 2021 von der Europäischen Kommission vorgestellt und umfasst Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung sowie zur Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten und -überlebenden. Der Gesundheitsausschuss arbeitet derzeit an einem Initiativbericht (2025/2139(INI)), der die bisherige Umsetzung bewertet und Empfehlungen für die Weiterentwicklung der europäischen Krebsbekämpfung formuliert.

Die Abstimmung über den Initiativbericht im Gesundheitsausschuss ist für den 28. September 2026 vorgesehen.

Für weitere Informationen:
Marie-Sophie Christ MdEP: +32 228 45978