Düpont: Drogenkriminalität entschlossen bekämpfen – Sicherheit in Europa stärke

09.06.2026

Europäischer Drogenbericht 2026 zeigt zunehmende Verflechtung von Drogenhandel und organisierter Gewaltkriminalität / sinkende Hemmschwellen beim Konsum und wachsende Gewaltbereitschaft / stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden gefordert / Kombination aus Prävention, Hilfe und konsequenter Strafverfolgung als Grundlage einer wirksamen Drogenpolitik

Zum heute von EU-Innenkommissar Magnus Brunner vorgestellten Europäischen Drogenbericht 2026 erklärt Lena Düpont (CDU), innenpolitische Sprecherin der EVP-Fraktion:

„Der Bericht zeigt uns, dass die Drogenkriminalität zunehmend mit gewaltbereiter organisierter Kriminalität verbunden ist. Die aktuellen Zahlen im Bericht offenbaren, dass der Weg der Drogenliberalisierung in Europa nicht hilfreich ist. Im Gegenteil: Die Eintrittsschwelle für den Drogenkonsum ist gesunken und die damit verbundene Gewalt hat zugenommen.

Die Cannabislegalisierung in Deutschland war keine gute Maßnahme. Wir merken aktuell, dass die gesetzten Ziele nicht erreicht wurden. Insbesondere die geplante Entlastung der Strafverfolgungsbehörden ist nicht eingetreten und das bedeutet, dass der Weg wieder zurückgehen muss.

Von europäischer Seite aus müssen wir vor allem dem Aspekt der grenzüberschreitenden Kriminalität begegnen, denn Drogenhandel und -schmuggel sind transnationale Phänomene. Ein großer Teil der Drogenversorgung erreicht unsere Häfen von außerhalb der Europäischen Union. Hier müssen wir sicherstellen, dass wir sowohl die nationalen als auch die europäischen Sicherheitsbehörden durch gemeinsame Kooperationen stärken. 

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt uns, dass die Gewaltbereitschaft und die Infiltrierung durch organisierte Kriminalität stark zugenommen haben. Zahlreiche Konflikte und Schusswaffengebrauch in europäischen Städten sind darauf zurückzuführen.

In Spanien beispielsweise geraten Polizisten in Lebensgefahr, weil Gruppen der organisierten Kriminalität sie gezielt ins Visier nehmen. Eine solche Dimension können wir in Europa schlichtweg nicht hinnehmen.

Neben der Prävention muss auch ein starkes Durchgreifen der Sicherheitsbehörden weiterhin ein zentraler Baustein im Kampf gegen Drogenkriminalität sein, um Straftaten zu ahnden, Täter abzuschrecken und die Gesellschaft zu schützen. Eine erfolgreiche Drogenpolitik verbindet daher eine konsequente Strafverfolgung, Prävention und Hilfe.“

Für weitere Informationen:
Lena Düpont MdEP: +32 228 45319