Die EU-Kommission hat heute ihr Paket zur Technologischen Souveränität veröffentlicht. Dazu erklären:
Zum gesamten Paket zur technologischen Souveränität:
Christian Ehler (CDU), industriepolitischer Sprecher der EVP-Fraktion
„Das heute vorgestellte Paket zur technologischen Souveränität ist ein Schritt in die richtige Richtung. Um global nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir dringend europäische Kapazitäten gerade in den Bereichen KI, Chips und Cloud-Services aufbauen. Doch dabei muss klar sein: es geht um den Aufbau europäischer Kapazitäten, nicht um die Abschottung der europäischen Wirtschaft. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern ist und bleibt die Basis für unseren Wohlstand.“
Zum Chips Act 2:
Oliver Schenk (CDU), stellv. Mitglied im Industrieausschuss:
„Europa darf sich nicht darauf beschränken, die besten Ideen in Reinräumen zu entwickeln. Wir müssen Innovationen auch in Europa produzieren, skalieren und erfolgreich am Markt etablieren. Der Chips Act 2.0 setzt genau an dieser Stelle an.
Gerade für unsere Halbleiterregionen wie Sachsen bietet der Chips Act 2.0 Chancen. Mit Silicon Saxony verfügt Deutschland über eines der leistungsfähigsten Halbleiter-Ökosysteme Europas. Forschungseinrichtungen, innovative Unternehmen und hochqualifizierte Fachkräfte bilden bereits heute ein europaweit einzigartiges Netzwerk. Wenn die Kommission künftig Exzellenzregionen und strategische Projekte gezielt unterstützt, dann müssen Deutschland und Sachsen ganz vorne mit dabei sein.
Doch ein starkes Halbleiter-Ökosystem lebt nicht allein von seinen bestehenden Großunternehmen und Forschungseinrichtungen. Entscheidend ist auch, dass aus neuen Ideen erfolgreiche Wachstumsunternehmen entstehen können. Mit mehr als 150 Start-ups im Silicon-Saxony-Netzwerk verfügt Sachsen über enormes Innovationspotenzial. Hunderte andere Start-Ups arbeiten intensiv in München, Grenoble oder Eindhoven. Viele der Technologien, die morgen weltweit gefragt sein werden, entstehen bereits jetzt in Europa. Deshalb ist es richtig, dass der Chips Act 2.0 die Förderung von Start-ups und Wachstumsunternehmen stärker in den Blick nimmt.“
Zum Cloud and AI Development Act:
Axel Voss (CDU), rechtspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion:
„Die Kommission hat einen sowohl mutigen als auch pragmatischen Vorschlag vorgelegt. Der Aufbau echter europäischer Souveränität in den Bereichen Cloud und KI ist längst überfällig. Es ist der richtige Ansatz, unseren Anbietern bei strategischen öffentlichen Ausschreibungen einen fairen Platz am Verhandlungstisch einzuräumen. Doch letztlich werden die Details entscheiden. Wenn die Souveränitätskriterien zu weit gefasst oder unausgewogen formuliert sind, könnten sie schwerwiegende negative Folgen haben. Sie könnten genau jene europäischen Unternehmen behindern, die noch auf Technologien aus Nicht-EU-Ländern angewiesen sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben und innovativ zu sein. Dieses Ergebnis müssen wir verhindern. Als Ausgangspunkt ist dieser Vorschlag eine gute Grundlage, auf der wir aufbauen können.“
Für weitere Informationen:
Dr. Christian Ehler (CDU): +32 228 45325
Oliver Schenk (CDU): +32 228 45746
Axel Voss (CDU): +32 228 45302

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