Gahler und McAllister: Klare europäische Perspektive für die Ukraine

21.05.2026

Vorschlag für EU-Sonderstatus der Ukraine als starkes politisches Signal in Zeiten des Krieges / assoziierte Mitgliedschaft als konkreter Schritt auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft / Anerkennung der Reformfortschritte in der Ukraine, im Westlichen Balkan und in der Republik Moldau / schrittweise Integration schafft Stabilität, Reformanreize und stärkt Europas geopolitische Handlungsfähigkeit

Zu den Vorschlägen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem EU-Sonderstatus für die Ukraine und beschleunigten Integrationsmöglichkeiten für Beitrittskandidatenländer des Westlichen Balkans sowie der Republik Moldau erklären:

Michael Gahler (CDU), EVP-Koordinator im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten:

„Der Vorschlag des Bundeskanzlers für eine assoziierte Mitgliedschaft auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft der Ukraine ist ein willkommener Schritt, den wir im Europäischen Parlament mit einer breiten Mehrheit unterstützen werden.

Die Ukraine ist ein brutal angegriffenes Land im Krieg, aber auch Teil der europäischen Familie. Jeden Tag stehen die Ukrainerinnen und Ukrainer für unsere gemeinsamen Werte ein und verteidigen damit auch unsere Freiheit. Der Ukraine daher in ihrer besonderen Situation entgegenzukommen, ist nur konsequent.“

David McAllister (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament:

„Die Staaten des Westlichen Balkans sowie die Republik Moldau haben in den vergangenen Jahren ebenfalls Fortschritte auf ihrem Weg zur EU-Mitgliedschaft erzielt. Das hat die Europäische Kommission zuletzt in ihrem Erweiterungspaket im November 2025 hervorgehoben. Die Vorschläge des Bundeskanzlers tragen dieser Entwicklung Rechnung und unterstreichen die Kopenhagener Kriterien sowie den reformorientierten Charakter des Erweiterungsprozesses.

Formen einer schrittweisen Integration – wie etwa ein Beobachterstatus in EU-Gremien oder ein vertiefter Zugang zum Binnenmarkt – könnten eine zusätzliche Reformdynamik schaffen.“

Für weitere Informationen:
Michael Gahler MdEP: +32 228 45977
David McAllister MdEP:+32 228 57130