Gieseke/Düpont: Häfen stärken und schützen

04.03.2026

EU-Kommission stellt Strategien für Häfen und den maritimen Sektor vor / Investitionen in Hafeninfrastruktur, europäische Werften und Schlüsseltechnologien nötig / Schutz vor organisierter Kriminalität, Schmuggel und hybriden Bedrohungen verstärken 

Die Europäische Kommission hat heute ihre Strategien für Häfen und den maritimen Sektor vorgestellt. Dazu erklären:

Jens Gieseke (CDU), verkehrspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament:
„Häfen sind das Rückgrat des europäischen Binnenmarktes und unserer Exportwirtschaft. Rund 74 Prozent aller Güter, die in die Europäische Union ein- oder ausgeführt werden, werden über Seehäfen abgewickelt. Zugleich führt uns die aktuelle geopolitische Lage vor Augen, dass maritime Infrastruktur nicht nur ökonomische, sondern auch strategische Relevanz besitzt. Wer Häfen kontrolliert, beeinflusst Lieferketten, industrielle Wertschöpfung und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit.

Ähnliches gilt für die maritime Industrie. In den vergangenen Jahren wurde ein erheblicher Teil der europäischen Fracht auf Schiffen transportiert, die nicht in Europa gebaut wurden und von Unternehmen betrieben werden, die sich unserem Einfluss entziehen. Dabei verfügen wir über leistungsfähige europäische Werften und Reedereien, die technologisch und industriell konkurrenzfähig sind. Insbesondere in Deutschland existiert weiterhin bedeutendes industrielles Know-how im Schiffbau. Diese Unternehmen benötigen gezielte politische und finanzielle Unterstützung, um Wachstum zu generieren und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Die heute vorgestellte Strategie macht deutlich, dass die Europäische Kommission den Handlungsdruck erkannt hat. Nun kommt es auf die konsequente Umsetzung an. Europas maritime Zukunft muss in Europa gebaut werden. Entscheidend wird sein, Investitionen in europäische Werften, Hafeninfrastruktur und innovative Schlüsseltechnologien zu mobilisieren, strategische Abhängigkeiten systematisch zu reduzieren und faire Wettbewerbsbedingungen im globalen Markt durchzusetzen. Bei der maritimen Souveränität Europas darf es keine Abstriche geben.“

Lena Düpont (CDU), innenpolitische Sprecherin der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament:
"Europäische Häfen sind kritische Infrastruktur und zentrale Knotenpunkte unserer Wirtschaft. Deshalb müssen wir sie besser gegen organisierte Kriminalität, Schmuggel und hybride Bedrohungen schützen. Entscheidend ist dabei eine engmaschige Zusammenarbeit zwischen Hafenbetreibern und Sicherheitsbehörden, denn der Schutz unserer Häfen ist eine gemeinsame europäische Aufgabe.

Wir unterstützen Kommissar Brunner ausdrücklich dabei, den Sicherheitsaspekt in der Europäischen Union weiter zu stärken und damit den Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger zu verbessern."

Für weitere Informationen:
Jens Gieseke MdEP: +32 228 45556
Lena Düpont MdEP: +32 228 45319