Verheyen: 47,4 Milliarden Euro für Erasmus+ bedeuten mehr Chancen auf europäischen Austausch

21.10.2026

Parlament beschließt Position zum Erasmus+-Programm für 2028 bis 2034/ Europäischer Austausch stärkt den Zusammenhalt und muss unabhängig von Einkommen und Wohnort zugänglich sein/ Mitgliedstaaten zur Sicherung der Finanzierung aufgefordert sowie höhere Förderung der Lebenshaltungskosten und einfachere Antragsverfahren gefordert

Zur heutigen Abstimmung über die Position des Europäischen Parlaments zum Erasmus+- Programm für die Jahre 2028 bis 2034 erklärt Sabine Verheyen (CDU), Erste Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments:

„Mit der heutigen Abstimmung steht die Position des Europäischen Parlaments: Wir fordern 47,4 Milliarden Euro für Erasmus + in den Jahren 2028 bis 2034. Von den Mitgliedstaaten erwarte ich, dass sie diese Mittel im nächsten europäischen Haushalt absichern. Mir reicht es nicht, dass Erasmus+ als europäische Erfolgsgeschichte gefeiert wird, wenn zugleich beim Budget der Rotstift angesetzt werden soll. Der Vorschlag der Ratspräsidentschaft, selbst hinter dem Finanzierungsansatz der Kommission zurückzubleiben, ist für mich nicht akzeptabel.

Europa lebt davon, dass Menschen einander begegnen und verstehen lernen. Wer gemeinsam lernt, arbeitet oder sich freiwillig engagiert, sieht das Nachbarland mit anderen Augen. Aus Fremden werden Freunde, aus Vorurteilen eigene Erfahrungen. So entsteht ein Zusammenhalt, den kein politischer Beschluss allein herstellen kann. Gerade in einem Europa, in dem nationalistische Kräfte das Trennende schüren, brauchen wir das Verbindende.

Wir wollen mehr Austausch für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Lehrkräfte, Studierende und Promovierende sowie im Breitensport. Wohnort und Einkommen dürfen nicht über die Teilnahme entscheiden. Eine Förderzusage hilft wenig, wenn der Auslandsaufenthalt an der Miete scheitert. Die Unterstützung muss deshalb die Lebenshaltungskosten vor Ort stärker berücksichtigen und gezielt diejenigen erreichen, die sich einen solchen Aufenthalt sonst nicht leisten können.

Das Europäische Solidaritätskorps muss bei der Einbindung in Erasmus+ sichtbar und Freiwilligenarbeit verlässlich gefördert bleiben. Schulen, Ausbildungsbetriebe und kleine Vereine brauchen einfachere Antragsverfahren, die sie auch ohne eigene Fördermittelabteilung bewältigen können.“

Für weitere Informationen:
Sabine Verheyen MdEP: +33 3881 75299