Schwab: Menschenwürde schützen, KI-Missbrauch beenden

20.01.2026

KI-generierte Deepfakes verbreiten sich rasant / bestehende Digitalvorschriften müssen konsequent genutzt und Notfalls verbessert werden / ein sicherer digitaler Raum ist gerade für unsere Kinder wichtig 

Am Vormittag debattiert das Europäische Parlament KI-Deepfakes und sexuelle Ausbeutung in den sozialen Medien. Dazu erklärt Andreas Schwab (CDU), Sprecher der EVP-Fraktion für Binnenmarkt und Verbraucherschutz:

„Die rasante Verbreitung von KI-generierten Deepfakes und das wachsende Risiko sexueller Ausbeutung in sozialen Medien stellen eine direkte Bedrohung für die Würde, die Sicherheit und das Vertrauen der Menschen im digitalen Raum dar. Diese Entwicklungen sind kein Randphänomen mehr, sondern betreffen unsere Gesellschaft im Kern.

Die Europäische Union muss bei der Bekämpfung dieser Missbräuche eine Führungsrolle übernehmen. Dafür müssen wir unsere bestehenden Digitalvorschriften konsequent und umfassend nutzen – und zugleich bereit sein, dort nachzuschärfen, wo sie nicht ausreichen. Klare und verpflichtende Kennzeichnungen von KI-generierten Inhalten sind unerlässlich, damit Nutzerinnen und Nutzer Fakten von Manipulation unterscheiden können.

Der AI Act schafft eine wichtige Grundlage und ermöglicht auch die Entfernung illegaler Inhalte. Er darf jedoch nicht das Ende der politischen Anstrengungen sein. Entscheidend ist jetzt eine starke und entschlossene Durchsetzung der Regeln. Wo notwendig, müssen zusätzliche Schutzmechanismen entwickelt werden, um sicherzustellen, dass technologischer Fortschritt in Europa Hand in Hand geht mit dem bestmöglichen Schutz der Grundrechte.

Digitale Innovation darf niemals auf Kosten der Menschenwürde gehen. Gerade Kinder und schutzbedürftige Personen brauchen einen digitalen Raum, der sie schützt – nicht einen, der Täter begünstigt.“


Für weitere Informationen:
Dr. Andreas Schwab MdEP: +32 228 45938