Das Europäische Parlament hat heute die neue EU-Verordnung zur Eindämmung der negativen handelsbezogenen Auswirkungen globaler Stahl-Überkapazitäten endgültig beschlossen.
Dazu erklären:
Dennis Radtke (CDU), sozialpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion:
„Europa darf seine Stahlindustrie und ihre Beschäftigten im globalen Wettbewerb nicht allein lassen. Mit der Annahme dieses Gesetzes setzen wir ein klares Zeichen für faire Handelsbedingungen und gegen marktverzerrende Überkapazitäten, die unsere Unternehmen unter Druck setzen. Wer es mit industrieller Souveränität und dem Erhalt guter Arbeitsplätze ernst meint, muss unsere Schlüsselindustrien entschlossen schützen.“
Christian Ehler (CDU), industriepolitischer Sprecher der EVP-Fraktion:
„Der neue Handelsschutzmechanismus für Stahl kommt um fünf nach zwölf. Die existierenden Überkapazitäten, die mittlerweile kein chinesisches, sondern ein globales Problem sind, zerstören jegliches Business Case für europäische Stahlproduktion. Doch die heutige Abstimmung muss der Beginn und nicht Ende der Arbeit sein: noch immer stehen wir vor den Scherben eines ideologisch getriebenen Wasserstoffhochlaufes, die Wirksamkeit des CBAM bleibt offen, und der Kostendruck auf unsere Industrien wird in den kommenden Jahren absehbar weiter zunehmen. Die Kommission muss nun dringend diese Problemtreiber in weiteren Maßnahmen adressieren, um endlich einen tragfähigen Business Case für die europäische Stahlindustrie zu schaffen.“
Hintergrund:
Die Kommission hatte ihren Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Eindämmung der negativen handelsbezogenen Auswirkungen globaler Überkapazitäten auf den Stahlmarkt der Union im Oktober 2025 vorgelegt. Nach der Trilogeinigung im April 2026 hat das Europäische Parlament heute den endgültigen Gesetzestext bestätigt.
Weitere Informationen zum Gesetzgebungsverfahren
Für weitere Informationen:
Dennis Radtke MdEP: +33 388 1 75650
Dr. Christian Ehler MdEP: +33 388 1 75325

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