Angelika Niebler (CSU), Co-Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe, Vorsitzende der CSU-Europagruppe und Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie:
„Die hohen Energiepreise belasten Familien, Mittelstand und Industrie in ganz Europa spürbar. Deshalb braucht es jetzt Maßnahmen, die schnell und direkt entlasten. Der Werkzeugkasten der Kommission ist ein erster Schritt, die vielen Koordinierungsmechanismen allein reichen aber nicht aus.
Die Kommission sollte sich stärker auf Maßnahmen konzentrieren, die in ihrer Zuständigkeit liegen und kurzfristig Wirkung entfalten. Dazu gehört auch eine Anpassung des Emissionshandels an die aktuellen wirtschaftlichen Realitäten. Klimaschutz bleibt notwendig, aber Instrumente wie das ETS dürfen in Krisenzeiten nicht zusätzlich preistreibend wirken. Gerade jetzt muss gelten: Flexibilität vor Dogmatik.
Im Europäischen Parlament arbeiten wir zugleich mit Nachdruck an weiteren strukturellen Entlastungen, etwa durch den schnelleren Ausbau der europäischen Netzinfrastruktur. Leistungsfähigere Stromnetze stärken die Versorgungssicherheit und helfen, Energiepreise langfristig zu senken.“
Jens Gieseke (CDU), verkehrspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion:
„Wir müssen sicherstellen, dass Kerosin in ganz Europa verlässlich verfügbar bleibt – nicht nur in Berlin, Paris oder Rom. Luftverkehr ist global und essenziell für die Konnektivität und Wettbewerbsfähigkeit Europas. Nationale Insellösungen bringen uns daher nicht weiter.
Gleichzeitig müssen wir den Transportsektor als Ganzes weiter dekarbonisieren. Dafür braucht es einen technologieoffenen Ansatz: einen klugen Mix aus Elektrifizierung und dem verstärkten Einsatz nachhaltig produzierter Kraftstoffe.
Es ist richtig, dass die Kommission das Thema jetzt entschlossen angeht. Aber klar ist auch: Ankündigungen reichen nicht. Jetzt zählt Umsetzung – mit stabilen Lieferketten, einer stärkeren heimischen Produktion, der Absenkung von Energiepreisen und dem Abbau regulatorischer Hürden. Entscheidend ist, dass wir schnell zu einer europäischen Koordinierung kommen und unsere Versorgung unabhängiger und krisenfester machen.“
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Angelika Niebler MdEP: +32 228 45390
Jens Gieseke MdEP: +32 228 45556

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