Anlässlich des Internationalen Frauentages beschäftigt sich das Europäische Parlament mit der sexuellen Gewalt an Frauen durch KI-generierte Deepfakes. Dazu erklärt die Europaabgeordnete Verena Mertens (CDU):
„Deepfakes sind digitale Gewalt – kein Kavaliersdelikt. Wer eine Frau per KI zur Pornografie macht, greift ihre Würde im Kern an. Und wer das laufen lässt, macht den digitalen Raum zum Tatort. Europas Gesetze sind da. Jetzt muss Europa zeigen, dass es sie auch konsequent durchsetzt.
Auf europäischer Ebene gibt es mit dem Digital Services Act, dem AI-Act und den neuen Vorschriften zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen bereits wirksame Regeln, um gegen nicht einvernehmliche intime Inhalte und KI-manipulierte sexualisierte Darstellungen vorzugehen. Das Problem ist somit nicht das fehlende Regelwerk, sondern die zu zögerliche Umsetzung. Genau hier entscheidet sich, ob Schutz nur auf Papier steht. Zu oft werden Inhalte erst entfernt, wenn sie längst kopiert, geteilt und als Druckmittel missbraucht wurden.
Eindeutig illegale Deepfakes gehören unmittelbar entfernt. Plattformen sind in der Verantwortung, effektive Beschwerdewege zu schaffen, an deren Ende spürbare Folgen für die Täter stehen. Ebenso braucht es spürbare Konsequenzen, wenn Anbieter wegsehen oder Prozesse verzögern.
Wer Innovation will, muss Persönlichkeitsschutz mitdenken. Fortschritt ist nur dann Fortschritt, wenn Menschen sicher sind – online wie offline. Europa muss die Würde von Frauen an vorderster Front und mit Nachdruck verteidigen.“
Für weitere Informationen:
Verena Mertens: +32 228 45744

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