Heute hat das Europäische Parlament über die Bereitstellung von Hilfen für landwirtschaftliche Betriebe in der aktuellen Düngemittelkrise abgestimmt. Dazu erklären Norbert Lins (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Agrarausschusses:
„Die Düngemittelkrise macht deutlich, wie verwundbar Europas Landwirtschaft gegenüber geopolitischen Entwicklungen geworden ist. Steigende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten wirken sich unmittelbar auf die Lebensmittelproduktion in Europa aus. Die heute beschlossenen Maßnahmen sind deshalb ein wichtiger erster Schritt, um unsere Landwirte kurzfristig zu entlasten und die Versorgungssicherheit zu stabilisieren.
Gleichzeitig braucht Europa eine langfristige Strategie. Unsere Landwirtschaft darf bei einem so zentralen Produktionsmittel nicht dauerhaft von Importen und internationalen Krisen abhängig bleiben. Mehr Eigenproduktion, resilientere Lieferketten und eine wettbewerbsfähige europäische Düngemittelindustrie sind eine Frage der strategischen Souveränität.“
Und Stefan Köhler (CSU), agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe:
„Die beschlossenen Hilfen müssen jetzt schnell auf den Höfen ankommen. Höhere und frühere GAP-Vorauszahlungen können unseren Betrieben finanziellen Spielraum schaffen, um die stark gestiegenen Betriebsmittelkosten aufzufangen. Allerdings liegt nun der Ball auch bei den Mitgliedsstaaten wie Deutschland.
Gleichzeitig müssen wir genau darauf achten, dass diese Unterstützung nicht durch weiter steigende Düngemittelpreise wieder aufgezehrt wird. Entscheidend ist, dass die Hilfen tatsächlich bei den Landwirtinnen und Landwirten ankommen. Papier allein hilft keinem Betrieb – jetzt kommt es auf eine schnelle und wirksame Umsetzung an.“
Für weitere Informationen:
Norbert Lins MdEP: +33 388 1 75819
Stefan Köhler MdEP: + 33 388 1 75586

Empfehlen Sie uns!