Liese zum Veggie-Burger: Die Menschen sollen selbst entscheiden, was sie essen

06.03.2026

Kein Verbot von Bezeichnungen wie „Veggie-Burger“ oder „vegetarische Wurst“ /  tierbezogene Begriffe wie „Chicken“ oder „Pork“ sowie „Steak“ künftig nur noch für Produkte aus tierischen Bestandteilen zulässig sein / Menschen sollen selbst entscheiden, was sie essen und was sie nicht essen.

Die Unterhändler des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten haben im heutigen Trilog zur gemeinsamen Marktordnung ("Imart-Bericht") auch die Bezeichnung von Fleischersatzprodukten wie "Veggie-Burger" behandelt. Ein Verbot dieser Bezeichnungen wird es nicht geben. Dazu erklärt Peter Liese (CDU), Sprecher der EVP-Fraktion im für Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelkennzeichnung zuständigen Ausschuss (ENVI):

"Es ist positiv, dass das in der Europäischen Union diskutierte Verbot der Bezeichnungen Veggie-Burger und vegetarische Wurst vom Tisch ist. Wir sollten die Verbraucher nicht für dumm verkaufen. Wenn auf einem Produkt vegetarisch oder vegan steht, dann weiß jeder halbwegs intelligente Mensch, dass es sich nicht um Fleischprodukte handelt. Die Menschen sollen selbst entscheiden, was sie essen und was sie nicht essen. Ich danke der deutschen Bundesregierung und auch den anderen Mitgliedstaaten, dass sie diesem Unsinn nicht gefolgt sind.

In dem jetzt ausgehandelten Gesetzestext ist vorgesehen, dass Bezeichnungen, die sich unmittelbar auf ein Tier beziehen, wie „Chicken“, „Pork“ oder „Rinderhüfte“, in Zukunft aus diesen tierischen Bestandteilen hergestellt werden müssen. Auch die Bezeichnung "Steak" ist nicht mehr erlaubt. In der Praxis wird diese Regelung vermutlich eher Verwirrung stiften und mehr Bürokratie schaffen. Auch dies wäre nicht notwendig gewesen."

Für weitere Informationen:
Dr. Peter Liese MdEP: +32 228 45981