Köhler: Zu viele offene Fragen beim Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

07.10.2026

Debatte über Umsetzung des Nature Restoration Law/ Offene Fragen bei Finanzierung und Vorgaben für klimaresiliente Wälder klären/ Kommission zu Verbesserungen und Schutz freiwilliger Maßnahmen von Land- und Waldbesitzern aufgefordert

Am späten Nachmittag debattiert das Europäische Parlament mit der EU-Kommission und der EU-Ratspräsidentschaft über die Umsetzung des Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur („Nature Restoration Law“). Dazu erklärt Stefan Köhler (CSU), agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Mitglied in den Ausschüssen für Landwirtschaft und Umwelt: 

„Die Umsetzung der Natur-Wiederherstellungsverordnung stellt die Betroffenen vielerorts vor große Herausforderungen. Zentrale Punkte sind leider noch immer ungeklärt. Die Kommission muss endlich Antworten liefern, am besten schon heute im Europäischen Parlament. Bislang behauptet sie zum Beispiel, dass die Finanzierung zur Umsetzung der Verordnung gesichert sei, konnte aber den Finanzierungsbedarf bislang nicht benennen. Das ist für mich ein Widerspruch.

Inhaltlich sind auch noch viele Dinge im Argen. So ist es für mich als Praktiker unverständlich, weshalb die Rückkehr zu einem früheren, klimatisch nicht mehr haltbaren Zustand über der Schaffung von klimaresilienten Wäldern der Zukunft steht. Im Fokus sollten weniger die Wälder von gestern und mehr die Wälder von morgen stehen.

Es muss außerdem sichergestellt werden, dass freiwillige Maßnahmen nicht im Nachhinein zu dauerhaften Verpflichtungen für Land- und Waldbesitzer führen. So wichtig es auch ist, dass auf Bundesebene die vorhandenen Spielräume sinnvoll genutzt werden, so wenig dürfen wir uns darauf ausruhen. Die heutige Debatte muss den Anstoß für weitere Änderungen auf europäischer Ebene geben. Ich fordere die Kommission deutlich auf, hier Verbesserungen vorzuschlagen.“

Für weitere Informationen:
Stefan Köhler MdEP: +33 388 1 75586