Gieseke zu CO₂-Normen für schwere Nutzfahrzeuge: Parlament bestätigt schnelle Anpassung für mehr Flexibilität

12.03.2026

Europäische Parlament hatden Kommissionsvorschlag zur gezielten Änderung der Verordnung über die CO2-Emissionsnormen für schwere Nutzfahrzeuge bestätigt / Anpassung der Emissionsgutschriften 2025–2029 soll Herstellern mehr Spielraum geben und unverhältnismäßige Strafen vermeiden 

Das Europäische Parlament hat heute im Dringlichkeitsverfahren den Kommissionsvorschlag für eine gezielte Änderung der Verordnung über die CO2-Emissionsnormen für schwere Nutzfahrzeuge bestätigt. Dazu erklärt Jens Gieseke (CDU), verkehrspolitischer Sprecher und Berichterstatter der EVP-Fraktion:

"Der Markt für emissionsfreie Lkw wächst – aber langsamer als erwartet. Darauf müssen wir als Politik reagieren. Heute ist es auf Drängen von der EVP-Fraktion gelungen, eine schnelle Lösung für die CO₂-Vorschriften für Lkw voranzubringen. Damit erhalten europäische Hersteller die nötige Flexibilität, um Klimaziele zu erreichen, ohne durch unverhältnismäßige Strafen belastet zu werden.
Wir dürfen europäische Hersteller nicht bestrafen, während ihre Wettbewerber in China oder den USA unter ganz anderen Bedingungen produzieren. Das hilft dem Klima nicht – schwächt aber Europas Industrie.

Gleichzeitig kann dies nur ein erster Schritt sein. Infrastruktur und Netzkapazitäten wachsen zu langsam – und langwierige Genehmigungen für Depotladestationen bremsen den Hochlauf zusätzlich. Die gesteckten Ziele sind nicht mehr erreichbar. Deshalb erwarten wir von der Kommission eine umfassende Überarbeitung der Verordnung für schwere Nutzfahrzeuge – und zwar so schnell wie möglich im Jahr 2026.“

Hintergrund:
Als Teil ihres Automobilpakets hatte die EU-Kommission im Dezember 2025 auch eine gezielte Änderung der Verordnung über die CO2-Emissionsnormen für schwere Nutzfahrzeuge vorgeschlagen. Der Vorschlag sieht vor, die Berechnung der CO₂-Emissionsgutschriften für schwere Nutzfahrzeuge für die Berichtszeiträume 2025–2029 anzupassen und den Herstellern damit zusätzliche Flexibilität bei der Einhaltung der CO2-Emissionsziele für 2030 zu geben.

Der Rat hatte den Vorschlag bereits im Februar ohne Änderungen bestätigt. Auf Drängen der EVP-Fraktion hat das Parlament den Kommissionsvorschlag in dieser Woche im Dringlichkeitsverfahren auf die Plenartagesordnung gesetzt. Mit dem heutigen Votum, dass ebenfalls keine Änderungen am Kommissionsvorschlag vorsieht, kann das Gesetzgebungsverfahren schnell abgeschlossen werden.

Für weitere Informationen:
Jens Gieseke MdEP: +33 388175556