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EU-Nordseeplan sichert Existenzgrundlage für viele Fischereibetriebe

29. Mai 2018

Jens Gieseke (EVP/CDU):

Zum EU-Nordseeplan, den das Europaparlament heute verabschiedet hat, sagte der Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU), der das Dossier für die EVP-Fraktion betreut hat:

„Für unsere Fischer ist der Nordsee-Plan eine gute Nachricht. Wir haben die Grundlage geschaffen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände und damit konstante Fangmöglichkeiten für den Fischereisektor. Die Fischerei ist für viele Familien an der Küste Arbeitsplatz und Existenzgrundlage zugleich. Um die meist kleinen Betriebe nicht zu überlasten, haben wir einfache und möglichst unbürokratische Regeln durchgesetzt. Statt in mehreren Einzelplänen ist erstmals in einem Plan klar geregelt, welche Arten künftig befischt werden dürfen.

Auch in Zukunft darf der Fischfang in der Nordsee nicht übereilt und grundlos eingeschränkt werden. Das sorgt für Stabilität und bessere Planungssicherheit. Außerdem kann in Notsituationen, wie beispielsweise der vorübergehenden Stilllegung von Fischereifahrzeugen wegen schlechter Bestandssituation, finanzielle Hilfe durch den Europäischen Meeres- und Fischereifonds gewährt werden – dies sichert langfristig die Existenz der Nordseefischer. Ökologische Ziele und der Erhalt der Fischerei in der Nordsee gefunden kommen in ein gutes Gleichgewicht.“

Hintergrund:
Der „Mehrjahresplan für Grundfischbestände in der Nordsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen“ wurde im Sommer 2016 von der Europäischen Kommission vorgeschlagen und ist der erste Mehrarten-Bewirtschaftungsplan für dieses Meeresbecken. Ziel ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände. Der heute von einer breiten Mehrheit im Europaparlament angenommene Text muss jetzt noch von den nationalen Regierungen bestätigt werden, was Formsache ist.

Für weitere Informationen:
Jens Gieseke MdEP, Tel. +32 2 283 7556