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Statement zum Schutz gegen dumping Einfuhren aus Drittländern (Trilogergebnis)

3. Oktober 2017

Godelieve Quisthoudt-Rowohl (EVP/CDU):

Zur heutigen Einigung der Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission zum Schutz gegen dumping Einfuhren aus Drittländern sagt die handelspolitische Sprecherin der EVP-Fraktion, Godelieve Quisthoudt-Rowohl (CDU):

„Wir haben einen guten Kompromiss erzielt, der die EU-Industrie künftig besser vor gedumpten oder unzulässig subventionierten Waren aus Drittstaaten schützen wird. Jedes Land soll in gleichem Maβen von freiem und fairem Handel profitieren können, doch dafür müssen auch alle fair spielen. Der neue Ansatz zur Prüfung erheblicher Marktverzerrungen und Dumping Fällen beruht nun auf einer Differenzierung zwischen WTO-Mitgliedern und Nicht-WTO-Mitgliedern. Ob ein Staat als Marktwirtschaft einzustufen ist oder nicht, soll keine Rolle mehr spielen. Damit wird gerade die Gleichberechtigung zwischen den WTO-Mitgliedern geschaffen, die von China nach Ablauf ihres WTO-Beitrittsprotokolls Ende 2016 eingefordert wurde. Dennoch muss es auch zwischen WTO-Mitgliedern einen Schutz gegen unlautere Handelspraktiken geben. Diese neue nichtdiskriminierende Antidumping-Methodik wird dazu beitragen, dass importierte Produkte zu einem fairen und gerechten Preis in der EU verkauft werden, egal woher sie kommen. Das wird die europäischen Handelsschutzinstrumente stärken, Arbeitsplätze schützen und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Der erheblichen Preisverzerrung durch die enormen Überkapazitäten einiger Drittländer, wird somit hoffentlich endgültig ein Riegel vorgeschoben.“

Für weitere Informationen:
Godelieve Quisthoudt-Rowohl MdEP, Tel. +33 3 8 817 7338