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SÁMI BLOOD erhält den LUX-Filmpreis 2017

14. November 2017

Das Drama von Amanda Kernell bewegt EU-Parlamentarier

„Der LUX-Filmpreis ist eine wichtige Auszeichnung für den europäischen Film als Kulturgut“, so Sabine Verheyen, Sprecherin der EVP-Fraktion im Ausschuss für Kultur und Bildung im Anschluss an die heutige Verleihung im Europäischen Parlament. Die diesjährigen Finalisten waren die Filme „BPM (Beats Per Minute)“ aus Frankreich, die schwedisch-norwegisch-dänische Koproduktion „Sámi Blood“ und die deutsch-bulgarisch-österreichischen Koproduktion „Western“.

Gewonnen hat in diesem Jahr der Film Sámi Blood. In Sámi Blood träumt die 14-jährige Elle Marja, die das Dasein im Internat in den 1930er-Jahren satt hat, von einem Aufbruch in ein neues Leben. „Die Willensstärke der jungen Hauptdarstellerin, die ihr Leben als Sami hinter sich lässt und allein gegen Ungerechtigkeiten und Diskriminierung kämpfen muss, hat mich tief beeindruckt und sehr bewegt. Das Drama von Amanda Kernell ist in meinen Augen ein sehr kluger und differenzierter Kommentar zur Ausgrenzung einer ganzen Volksgruppe und einem lange negierten historischen Unrecht“, so Verheyen. Sie betont darüber hinaus, dass sich der europäische Film bewusst von den Blockbuster-Produktionen Hollywoods absetzen will: „Die europäische Idee lebt auch von der Vielfalt unserer Kunst und Kultur. Es ist wichtig, dass das Europaparlament diesen Preis vergibt – er ist eine Hommage an die europäischen Regisseure, Schauspieler und Produzenten.“

Die begehrte Auszeichnung wurde in diesem Jahr bereits zum elften Mal vom Europäischen Parlament verliehen. „Der europäische Film ist heute kraftvoller und kreativer denn je. Dies ist auch ein Verdienst des LUX-Preises, der ganz bewusst europäisches Top-Kino in den Fokus rückt und zur Diskussion über jene Themen anregt, die uns in Europa bewegen“, so Sabine Verheyen abschließend.

Hintergrund: Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das Europäische Parlament seit 2007 jährlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europäische Publikum berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wählt unter allen Teilnehmern zehn Filme für die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der „LUX Film Days“ in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen schließlich den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der den LUX-Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

Für weitere Informationen:
Sabine Verheyen MdEP, Tel. +33 38 817 7299