Britische Regierung stellt EU-Austrittsantrag

Zum EU-Austrittsantrag der britischen Regierung sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe, Herbert Reul (CDU):

"Mit der heutigen Austrittserklärung geht die britische Regierung in ein großes Abenteuer. In einem Zeitraum von zwei Jahren, bei dem für die eigentlichen Verhandlungen nur 18 Monate bleiben, soll am Ende eine Vereinbarung stehen, die alle Verpflichtungen Großbritanniens gegenüber der EU erfüllt und das künftige Verhältnis zwischen der EU und dem Drittstaat Großbritannien regelt. Der politische Preis und die Kosten für das Vereinigte Königreich könnten enorm sein.

Es ist ein positives Zeichen, dass Regierungschefin May in ihrer heutigen Unterhausrede die Unverletzlichkeit der Grundfreiheiten des EU-Binnenmarktes anerkannt hat. In der Tat wird es keine Sonderrechte im Binnenmarkt geben können, die eine Besserstellung Großbritanniens gegenüber EU-Mitgliedstaaten bedeuten würde. Die EU kann ihre Hausordnung nicht zugunsten eines Mitbewohners ändern, der auszieht. Wenn beide Seiten einen nüchternen Blick auf diese Scheidungsverhandlungen behalten, kann eine Vereinbarung gelingen, in der wir hoffentlich politische Freunde bleiben können."

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