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Fischen nach Maβ statt Meinung

12. Juli 2017

Jens Gieseke und Werner Kuhn (beide EVP/CDU):

„Die Fischerei ist für viele Familien in Niedersachsen und Schleswig-Holstein und vor allem in Nord- und Ostfriesland Arbeitsplatz und Existenzgrundlage zugleich. Fischerei darf daher nicht ideologisch geregelt werden, sondern muss möglichst realistisch und flexibel gestaltet werden, um die Zukunft unserer Fischereibetriebe nicht zu gefährden“, so Jens Gieseke, EVP-Berichterstatter für den Nordseeplan, der erstmals die Bestandsgröβen für die verschiedenen Fischarten in einem Mehrjahresplan festlegen soll.

Der Nordseeplan wurde im Sommer 2016 von der Europäischen Kommission vorgeschlagen, mit dem Ziel eine ausgewogene und nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände und damit konstante Fangmöglichkeiten für den Fischereisektor zu gewährleisten. Jens Gieseke hatte sich von Anfang an für die Interessen der Nordseefischer eingesetzt, die bei der Ausgestaltung des Nordseeplans anerkannt und berücksichtigt werden sollten. „Es ist gut, dass wir die Vorgaben für die Befischung der Nordsee endlich in einen Managementplan zusammenfassen. Pläne für einzelne Arten waren für die Betriebe mit großem bürokratischem Aufwand verbunden. Doch macht es keinen Sinn, die Fischer an einer Stelle zu entlasten, ihnen aber an anderer Stelle neue Hürden aufzuerlegen“, so Gieseke, der das Bestreben anderer Fraktionen ablehnt, den neuen Plan ohne Notwendigkeit strenger zu gestalten als vergleichbare Pläne.

Diesen Ansatz unterstützt auch Werner Kuhn, stellvertretender Ausschussvorsitzender und Vize-Koordinator der EVP-Fraktion im Fischereiausschuss: „Ja, Fischbestände müssen nachhaltig befischt werden, weil Fischereibetriebe Planbarkeit brauchen. Dafür müssen wir auch zukünftig nicht nur die Ressourcen unserer Meere, sondern auch die Existenz des Berufsstandes sichern“.

„Fischen nach Maß statt Meinung“, fordern die beiden Europaabgeordneten Gieseke und Kuhn und stimmten bei der heutigen Ausschussabstimmung gegen ein Verhandlungsmandat mit dem Rat. Damit muss der Bericht nun in den kritischen Punkten durch das Plenum bestätigt werden. „Wir wollen eine gute Lösung für alle. Das ist wichtiger, als schnell und unüberlegt Gesetze voranzutreiben“, so Gieseke.

Für weitere Informationen:
Jens Gieseke MdEP, Tel. +32 2 284 7556
Werner Kuhn MdEP, Tel. +32 2 284 7215